Projekt: "Schule - und dann???"

Platz ist in der kleinsten HütteEs ist der dritte Tag der Klasse 8b der städtischen Hauptschule Bad Laasphe im hessischen Bad Endbach, wo sie ein so genanntes Beruforientierungscamp durchlaufen. Die 44 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe verbringen eine Woche mit den Pädagogen des "respAction e.V", dem Träger der Veranstaltung. Das von Dipl. Sozialpädagogin Katrin Dützer entwickelte Projekt soll den Jugendlichen das Finden ihres passenden Berufes erleichtern. Gerade weil es eine Vielzahl an Möglichkeiten zu geben scheint, aus denen Jugendliche wählen können, aber auch müssen und Hilfestellungen und Unterstützungen häufig fehlen, haben Heranwachsende oft die Schwierigkeit eigene individuelle Fähigkeiten und Neigungen durch Selbstreflexion zu erkennen.

GruppeAn dieser Stelle bieten viele gängige Berufsorientierungsverfahren den Heranwachsenden schriftliche Tests an, dabei kommen jedoch häufig wichtige Aspekte der praktischen Erfahrungen zu kurz. Und genau hier liegt das Besondere des Projektes "Schule - und dann???" denn es wurde nach dem Grundsatz der handlungsorientierten Bildung konzipiert. So wird bei dieser Form der "outdoorgestützte Berufsorientierung", durch Reflexion praktischer Erfahrung, der Entscheidungshorizont der Teilnehmer erweitert. In ausgewählten Aktionen im Erfahrungsraum Natur werden die Jugendlichen gezielt dabei unterstützt ihre eigenen Handlungen zu beobachten und auszuwerten. In der Gruppe erlebte Handlungen lassen sich so gedeutet zu einem, auf die Person abgestimmten, Handlungsplan zusammenfügen.

Klettern"Die Vielzahl an Berufen und beruflichen Verzweigungen macht die richtige Wahl nicht einfach, vielmehr scheint es heute ganz besonders komplex zu sein." so Katrin Dützer. "Die Jugendlichen lernen in dem einwöchigen Programm über ihre Zukunftsvisionen, ihre Fähigkeiten, ihre Vorlieben, aber auch Abneigungen nachzudenken. Mit diesen Erkenntnissen können sie das "Meer" möglicher Berufe für sich einschränken.", erklärt Frau Dützer weiter. "Wenn die Arbeit im Beruf praktisch ist, warum dann nicht auch Berufsorientierung?" genau diesen wichtigen Ansatz verfolgt das Programm. Und der erfolgreiche Start und weitere Programme, die folgen werden, geben dem Projekt recht.

Es bleibt das gute Gefühl den Jugendlichen die ersten Schritte auf ihrem schwierigen Weg in die Arbeitswelt erleichtert zu haben. Natürlich braucht jede gute und erfolgreiche Idee Förderer, die an diese glauben und sie unterstützen. Deswegen möchten sich Katrin Dützer, respAction e.V. und die Hauptschule Bad Laasphe bei den hervorragenden Förderpartnern der Hoppmann Stiftung "Demokratie im Alltag", der Stiftung "Zukunft fördern" und der Sparkasse Wittgenstein vielmals dafür bedanken, diese völlig neue Form der Berufsorientierung unterstützt zu haben.

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